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Dekanatsvereinigung

Beim zweiten Anlauf klappt es

eöa/Peter Bongard2016 haben Dekan Wolfgang Weik (von links), Präses Michael H. Müller, Präses Bernhard Nothdurft und der damalige Dekan Martin Fries die Fusion besiegelt.

Westerwaldkreis . Das Jahr beginnt mit einer wichtigen Neuerung: Die Dekanate Bad Marienberg und Selters haben sich am 1. Januar zum Dekanat Westerwald vereinigt. Das wäre vor 150 Jahren beinahe schon einmal geschehen.

Zum Jahresbeginn haben sich die beiden Dekanate Selters und Bad Marienberg zum Dekanat Westerwald zusammengeschlossen. Ein Ereignis, auf das sie sich seit Jahren intensiv vorbereiten. Allerdings wäre es vor rund 150 Jahren fast schon einmal so weit gewesen. Dokumente beweisen, dass sich die Dekanate schon im 19. Jahrhundert sehr, sehr nahe standen.

Ein Faible für Genauigkeit

Der Mann, der die Schriften entdeckt hat, ist Stefan Ferger. Ein Typ, der es mag, die Dinge genau zu betrachten. Er leitet die Finanzabteilung der Kirchlichen Regionalverwaltung Rhein-Lahn-Westerwald. Sein Faible für Genauigkeit kommt ihm auch bei seiner Leidenschaft zugute: der regionalen Heimatgeschichte, mit der er sich dank umfangreicher Literatur, alter Akten, Fotos, Erzählungen und Archivbesuchen bestens auskennt.

Eine gemeinsame Synode

Ein Standarddokument von damals, dessen Titel Ferger aber stutzig macht. Auf dem Umschlag ist von einer gemeinsamen Kreissynode der Dekanate Marienberg und Selters die Rede. Eine gemeinsame Synode. Das bedeutet, dass die Dekanate vor mehr als 120 Jahren enger zusammengearbeitet haben als heute.

Das neugegründete Herzogtum Nassau

Ist die Fusion also gar kein Novum, sondern eine Wiedervereinigung? Stefan Ferger holt mit seiner Antwort weit aus: »Der Westerwald gehört Anfang des 19. Jahrhunderts zum neu gegründeten Herzogtum Nassau, das sich aus vielen ehemaligen Klein- und Teilstaaten zusammensetzt und sehr zerfasert ist. Auch die kirchliche Landschaft dieser Region ist recht unübersichtlich.« Um wieder etwas mehr Ordnung ins evangelische Leben zu bringen, schließen sich 1817 zunächst die Lutheraner und die Reformierten zusammen, und 1818 erlässt die Herzoglich-Nassauische Landesregierung eine Kirchenordnung, die den Westerwald in die Dekanatsbezirke Hachenburg, Rennerod-Marienberg und Selters gliedert. Was die inhaltliche Arbeit angeht, haben die alten Dekanate mit denen der 2000er Jahre kaum etwas gemeinsam. Die heutigen sind umtriebige Verwaltungsstätten mit zahlreichen Mitarbeitern und Arbeitsbereichen.

esz/Peter Bongard

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